R E G E L I N S O L V E N Z B E I M A L L E I N G E S E L L S C H A F T E R
Geschäftsführender Gesellschafter unterliegt der Regelinsolvenz Nach Auffassung des Landgerichts kommt für die persönliche Insolvenz des geschäfts-führenden Alleingesellschafters einer GmbH nur die Regel-Insolvenz – und somit nicht die Verbraucherinsolvenz – in Betracht. Das Gericht begründet seinem Beschluß mit der engen wirtschaftlichen Verbindung des Gesellschafters und insbesondere der dem geschäfts-führenden Alleingesellschafter allein zuzuordnenden Gesellschaft. LG Köln, Beschluß v. 30.6.2004 – 19 T 115/04
V E R B R A U C H E R - ( S O N D E R - ) I N S O L V E N Z
Regel-(Normal-Verfahren)
Verbraucher-(Sonder)Insolvenz § 304 InsO
Jedes Insolvenzverfahren ab 20 Gläubigern bzw. mit Arbeitnehmer-Forderungen
Insolvenzverfahren von Privatpersonen (vgl. auch Verbraucherbegriff in § 13 BGB) mit weniger als 20 Gläubigern und ohne privatrechtliche Arbeitnehmer-Forderungen (§ 304 I, II InsO)
Besonderheit des Schuldenbereinigungsverfahrens bei Eigenantrag des Schuldners, vgl. § 305 InsO
Eine Verbraucherinsolvenz kommt auch dann nach § 304 Abs. 1 S. 2 Insolvenzordnung in Betracht, wenn es sich um Forderungen des Finanzamtes aufgrund rückständiger Steu-erforderungen aus Arbeitsverhältnissen oder um Beiträge der Berufsgenossenschaft han-delt. Die vorgenannten Forderungen sind nicht mit den Forderungen aus Arbeitsverhält-nissen gem. § 304 Abs. 1 Satz 2 InsO identisch. LG Düsseldorf, Beschl. vom 22.7.2003 – 25 T 346/03